New York, 5. Februar 2026, 16:18 EST — Nachbörslich
Die Aktien von Advanced Micro Devices fielen im nachbörslichen Handel am Donnerstag um 3,9 % auf 192,46 $, ein Rückgang von 7,73 $ gegenüber dem Schlusskurs am Mittwoch. Während der Sitzung schwankte die Aktie zwischen 190,75 $ und 205,07 $.
AMD erlitt einen weiteren Rückschlag, da sich Investoren von teuren „KI-Trade“-Aktien zurückzogen und auf klarere Renditen bei großen KI-Investitionen warteten. Der S&P 500 fiel um 1,2 %, während der Nasdaq 1,57 % verlor, wobei der Fokus auf Alphabets Ankündigung lag, bis 2026 bis zu 185 Milliarden Dollar an Investitionsausgaben zu planen. (Reuters)
AMD sorgte am späten Dienstag für Aufsehen, als es einen Umsatz für das erste Quartal von rund 9,8 Milliarden Dollar prognostizierte, plus oder minus 300 Millionen Dollar. Das deutet auf einen sequenziellen Rückgang von etwa 5 % hin – selbst unter Berücksichtigung der Verkäufe in China. Analysten hatten laut LSEG-Daten mit etwas weniger, nämlich 9,67 Milliarden Dollar, gerechnet. „Die Erwartungen an große Überraschungsquartale bei KI-bezogenen Hardwareunternehmen haben die Markterwartungen verzerrt“, sagte Bob O’Donnell, Präsident von TECHnalysis Research. Die Prognose ließ AMDs Aktien im nachbörslichen Handel um etwa 8 % fallen. (Reuters)
Advanced Micro Devices, Inc. meldete für das vierte Quartal einen Rekordumsatz von 10,27 Milliarden Dollar, ein Anstieg von 34 % gegenüber dem Vorjahr. Der verwässerte Gewinn je Aktie lag bei 0,92 $, während AMD auf Non-GAAP-Basis – ohne aktienbasierte Vergütungen und ähnliche Posten – 1,53 $ pro Aktie auswies. Das Datacenter-Segment stieg um 39 % auf 5,4 Milliarden Dollar, ebenfalls ein Rekord. Das Unternehmen bestätigte seine Non-GAAP-Bruttomargenprognose für das erste Quartal bei etwa 55 %. (Advanced Micro Devices, Inc.)
Die Aktien erlitten am Mittwoch einen starken Rückschlag und schlossen den Tag nach einem steilen Einbruch von 17,31 % bei 200,19 $. (Investing)
China bleibt ein zentraler Fokus. AMD meldete für das vierte Quartal Instinct MI308-Verkäufe nach China in Höhe von rund 390 Millionen Dollar, gestützt durch eine Freigabe von rund 360 Millionen Dollar an reservierten MI308-Beständen und damit verbundenen Rückstellungen. Für das erste Quartal erwartet das Unternehmen rund 100 Millionen Dollar MI308-Umsatz aus China. (AMD)
Der Wettbewerb beschränkt sich nicht auf Nvidia. Stacy Rasgon von Bernstein bezeichnete das Quartal als lediglich „im Rahmen“, wenn man den China-Effekt herausrechnet. Immer mehr Cloud-Anbieter setzen auf eigene KI-Chips, während Googles Deal, Anthropic mit eigenen fortschrittlichen Prozessoren zu beliefern, den Druck auf unabhängige Chip-Hersteller erhöht. Super Micro Computer stieg nach einer Anhebung der Jahresumsatzprognose um über 11 %. Unterdessen lässt AMDs höhere Bewertung – ein voraussichtliches KGV von etwa 33 gegenüber etwa 11 bei SMCI – wenig Spielraum für vorsichtige Aussagen. (Reuters)
AMD reichte diese Woche neue Unterlagen ein, darunter ein 8-K am 3. Februar, gefolgt von seinem Jahresbericht auf Formular 10-K und einem 10-K/A am 4. Februar, laut seiner Investor-Relations-Website. (Advanced Micro Devices, Inc.)
Ein zentrales Risiko für Bullen ist die Zuverlässigkeit der Umsätze in China, die zuletzt geholfen haben, die Ergebnisse abzufedern, aber potenziell weniger stabil oder teurer werden könnten, da sich die Exportregeln weiterentwickeln. AMD merkte in seinem Jahresbericht an, dass US-Beamte erwarten, 15 % der Umsätze aus lizenzierten MI308-Verkäufen nach China zu beanspruchen, obwohl noch keine formelle Regelung zur Durchsetzung erlassen wurde. (Advanced Micro Devices, Inc.)
Händler richten ihren Blick nun auf Nvidias Ergebnisbericht für das vierte Quartal des Geschäftsjahres 2026 am 25. Februar, um die Nachfrage nach KI-Hardware und die Preisdynamik einzuschätzen – die Kennzahl, an der AMD ständig gemessen wird. (Nvidia)