NEW YORK, 4. Feb. 2026, 11:35 Uhr (ET) — Reguläre Sitzung
- Salesforce-Aktien bewegten sich im späten Vormittagshandel kaum, nachdem sie am Vortag stark gefallen waren.
- Investoren senken die Bewertungen von Softwareaktien angesichts der Sorge, dass neue KI-Tools etablierte Anbieter verdrängen könnten.
- Die Aufmerksamkeit richtet sich auf die bevorstehenden Ergebnisse und Prognosen von Salesforce, um Anzeichen für eine starke Nachfrage und die Nutzung von KI zu erkennen.
Salesforce-Aktien stiegen am Mittwoch im späten Vormittagshandel um 0,1 % auf 196,54 $, nachdem sie am Vortag um etwa 7 % gefallen waren. Die Aktie schwankte zwischen einem Tief von 187,29 $ und einem Hoch von 199,64 $, wobei rund 11,1 Millionen Aktien den Besitzer wechselten.
Die verhaltene Bewegung ist bedeutsam, da Salesforce einen der klarsten Einblicke in den Markt für großvolumige Unternehmenssoftware bietet, insbesondere „Software as a Service“ – internetbasierte Abonnements –, die von Investoren lange als stabil und zuverlässig angesehen wurden.
In dieser Woche geriet diese Gewissheit ins Wanken. Eine neue Welle KI-bezogener Ängste ließ Händler über eine scharfe Frage rätseln: Stärkt KI die Beständigkeit von Software oder macht sie Teile davon entbehrlich?
Die Wall Street sackte am Dienstag deutlich ab, erschüttert von der Angst, dass KI den Wettbewerb für Softwarefirmen verschärfen könnte. „Eine breite Palette von Softwareunternehmen wird getroffen“, bemerkte Art Hogan, Chefmarktstratege bei B. Riley Wealth. Salesforce, Datadog und Adobe fielen jeweils um etwa 7 %, während Intuit um 11 % einbrach. (Reuters)
Einige Strategen argumentieren, der Markt greife bei den aktuellen Möglichkeiten von KI-Tools in großen Unternehmen zu weit vor. Mark Murphy von J.P. Morgan nannte es einen „unlogischen Sprung“ zu erwarten, dass neue Produktivitäts-Plugins „unternehmenskritische Software“ ersetzen könnten. Bei Quilter Cheviot warnte Ben Barringer, Investoren riskierten mehr Volatilität, indem sie „zuerst schießen und später fragen“. Nvidia-CEO Jensen Huang wies die Vorstellung zurück, dass KI bestehende Softwaretools verdrängen werde, bezeichnete dies als „unlogisch“ und sagte, „die Zeit wird es zeigen“, berichtete Reuters. (Reuters)
Salesforce verfolgt in dieser Debatte einen bodenständigeren Ansatz. Am Montag kündigte das Unternehmen die Unterstützung des Model Context Protocol (MCP) von Anthropic an – ein offener Standard, der KI-Systeme sicher mit externen Tools und Daten verknüpfen soll. Der Rollout beginnt mit neuen bidirektionalen Erweiterungen in Claude, die zunächst in Slack integriert werden und dann auf die Agentforce 360-Plattform ausgeweitet werden. „Durch die Partnerschaft mit Anthropic bringen wir Salesforce direkt in den Arbeitsfluss unserer Kunden“, sagte Nick Johnston, Senior Vice President bei Salesforce. (Salesforce)
Die Spannung am Markt ist deutlich. Schlagzeilen preisen Partnerschaften und Integrationsbemühungen an, aber die Kursentwicklung erzählt eine andere Geschichte: Investoren konzentrieren sich weiterhin auf die Abwärtsrisiken. KI-native Wettbewerber und Kunden, die eigene Tools entwickeln, untergraben die Preismacht.
Händler beobachten genau, ob der breitere Ausverkauf im Softwarebereich nachlässt oder sich in eine tiefere, länger anhaltende Neubewertung der Bewertungen verwandelt. Eine weitere Herabstufung oder ein neuer makroökonomischer Schock könnte die Volatilität von CRM leicht erhöht halten.
Der Quartalsbericht von Salesforce ist der nächste große Katalysator. MarketBeat erwartet, dass er nach Börsenschluss am 25. Februar veröffentlicht wird, obwohl das Unternehmen das Datum noch nicht offiziell bestätigt hat. Investoren werden genau darauf achten, ob es Anzeichen für eine Nachfrage gibt und ob die KI-Funktionen tatsächlich Umsatz generieren – und nicht nur Demos. (Marketbeat)