WARSCHAU, 17. August 2026, 00:12 MESZ — Die US-Märkte bleiben am Wochenende geschlossen.
- Nokia-ADRs setzten ihre Gewinne am Freitag auf eine vierte Sitzung in Folge fort.
- Das Handelsvolumen blieb etwa 31 % unter dem 50-Tage-Durchschnitt.
- Rund 1,4 Milliarden € an KI-Aufträgen könnten in den nächsten 12 Monaten umgewandelt werden.
Nokia Oyj NYSE:NOK American Depositary Receipts schlossen am Freitag bei 10,76 $, ein Anstieg von 1,89 %. Dies war der vierte Tag in Folge mit Kursgewinnen für die Aktie, obwohl der Nasdaq Composite um 0,28 % nachgab.
Die Erholung hat noch kein breites Handelsvertrauen erzeugt. Am Freitag wechselten 68,2 Millionen Aktien den Besitzer, verglichen mit einem 50-Tage-Durchschnitt von 99,6 Millionen. Das entspricht einem Rückgang von 31,5 %.
Das Auftragsbuch von Nokia zeigt den deutlichsten Schub. Im zweiten Quartal beliefen sich KI- und Cloud-Buchungen auf 2,8 Milliarden €. Die Führungskräfte rechnen damit, dass etwa die Hälfte davon, also rund 1,4 Milliarden €, in den nächsten 12 Monaten als Umsatz verbucht wird.
| Freitagsvergleich | Bewegung | Schlussfolgerung für Anleger |
|---|---|---|
| Nokia Oyj NYSE:NOK | +1,89 % | Aktie stieg die vierte Sitzung in Folge |
| Apple Inc. NASDAQ:AAPL | +0,22 % | Unter Nokia-Performance |
| Motorola Solutions Inc. NYSE:MSI | +0,32 % | Unter Nokia-Performance |
| BlackBerry Ltd. (NYSE:BB) | -1,00 % | Aktie fiel |
| Nasdaq Composite | -0,28 % | Haupt-Technologieindex gab nach |
Die Umwandlungszahl ist mehr als dreimal so hoch wie der KI- und Cloud-Umsatz des zweiten Quartals von 446 Millionen €. Auch wenn dies keine Rentabilität garantiert, bietet es Anlegern einen klaren Maßstab zur Bewertung der Leistung im kommenden Jahr.
CEO Justin Hotard erklärte, dass die Nachfrage weiterhin robust sei, das Angebot jedoch die Hauptbegrenzung für die Branche bleibe. Er merkte an, dass verlängerte Lieferzeiten die Kunden dazu veranlassen, sich zu längerfristigen Aufträgen zu verpflichten.
| Q2 2026 Kennzahl | Ergebnis | Jahresvergleich |
|---|---|---|
| Nettoumsatz | 4,815 Milliarden € | plus 8 % |
| Vergleichbarer Betriebsgewinn | 434 Millionen € | stieg um 18 % |
| Vergleichbare operative Marge | 9,0 % | um 70 Basispunkte verbessert |
| KI- und Cloud-Umsatz | 446 Millionen € | stieg um 105 % |
| Gemeldetes Betriebsergebnis | 50 Millionen € Verlust | von 147 Millionen € Gewinn |
Die bereinigten Zahlen und die berichteten Ergebnisse wichen voneinander ab. Der vergleichbare Gewinn übertraf die Schätzung von 382 Millionen € von LSEG. Beschleunigte Restrukturierungen führten jedoch zu einem gemeldeten Betriebsverlust.
Die Unterscheidung wird in der kommenden Woche von Bedeutung sein. Anleger stehen vor der Wahl, kurzfristige Ausgaben als Kauf von langlebiger optischer Netzwerkkapazität zu sehen oder als Maßnahme, die schwächere Cash-Basics verschleiert.
| Analystenempfehlungen | Anzahl | Anteil insgesamt |
|---|---|---|
| Kaufen | 13 | 72 % |
| Halten | 3 | 17 % |
| Verkaufen | 2 | 11 % |
| Gesamtbewertung | Moderates Kaufen | 18 Analysten |
MarketBeat berichtet von einem durchschnittlichen 12-Monats-Kursziel von 12,57 $, was einen möglichen Anstieg von etwa 17 % gegenüber dem Schlusskurs am Freitag nahelegt. Die Ziele variieren erheblich und reichen von 5 $ bis 21 $.
| Lieferungstest | Aktueller Marker | Was Anleger als Nächstes brauchen |
|---|---|---|
| KI- und Cloud-Buchungen | 2,8 Milliarden € für Q2 | Rund 1,4 Milliarden € werden innerhalb der nächsten 12 Monate anerkannt |
| Q3 Nettoumsatz | Prognose des Unternehmens | Wachstum von 3 % bis 7 % gegenüber dem Vorquartal |
| Netzwerkinfrastruktur | Ausblick für 2026 | Umsatzsteigerung zwischen 12 % und 14 % |
| Free-Cashflow-Umwandlung | Prognose für 2026 | Zwischen 55 % und 75 % des vergleichbaren operativen Ergebnisses |
Der Aktienkurs von Nokia liegt weiterhin 38,34 % unter seinem Höchststand vom 3. Juni von 17,45 $. Um dieses Niveau wieder zu erreichen, müsste die Aktie um etwa 62 % steigen. Dieses Defizit legt mehr Gewicht auf die Auftragsumwandlung als auf eine kurze Rallye.
Risiken: Mögliche Umsatzverlangsamungen können durch Angebotsbeschränkungen, teure Speicherchips und Veränderungen im Kundenverhalten verursacht werden. Nokia rechnet im Laufe des Jahres mit restrukturierungsbedingten Mittelabflüssen zwischen 700 und 800 Millionen €.
Der nächste klare Indikator ist ein erhöhtes Volumen, wenn Nokia seinen KI-Auftragsbestand in Umsatz, Marge und Cash umwandelt. Bleibt dies aus, wirken die Freitagsgewinne zwar ermutigend, aber nicht schlüssig.

