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Silver price forecast 2026: What comes next after the $80 breakout and 161% surge
2 Januar 2026
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Silberpreisprognose 2026: Was kommt nach dem Ausbruch über 80 $ und dem Anstieg um 161 %?

NEW YORK, 1. Januar 2026, 15:16 ET

Die Rekordrallye von Silber im Jahr 2025 hat den Ausgangspunkt für die Silberpreisprognose 2026 neu gesetzt, nachdem das Metall um 161 % gestiegen ist und erstmals die Marke von 80 $ pro Unze durchbrochen hat. Gold stieg um 66 % und Kupfer erreichte mit 12.960 $ pro Tonne an der London Metal Exchange ein Allzeithoch, wodurch Metalle im Fokus bleiben, während Händler den nächsten Schritt planen. „Die Nachfrage nach Metallen sieht sowohl aus industrieller als auch aus privater Sicht solide aus“, sagte Tim Waterer, Chefmarktanalyst bei KCM Trade. Reuters

Der Ausblick ist wichtig, weil Silber auf beiden Seiten der Wirtschaft steht: Es ist sowohl ein industrieller Rohstoff als auch ein Finanzanlagegut. Diese Mischung bedeutet, dass Preisschwankungen sowohl die Produktionskosten beeinflussen als auch die Positionierung der Investoren prägen können.

Silber wirft keine Zinsen ab, daher können Erwartungen an US-Zinssenkungen im Jahr 2026 die Nachfrage ankurbeln, da die Opportunitätskosten für das Halten von Edelmetallen sinken. Gleichzeitig können Veränderungen in der industriellen Nachfrage die Preise abrupter bewegen als bei Gold. Analysten sagen, dass Silber deshalb in beide Richtungen schneller reagieren kann.

Die Bank of America hob ihre Prognose für Silber 2026 auf 65 $ pro Unze an, mit einem Jahresdurchschnitt von 56,25 $, in einer Mitteilung vom 13. Oktober. Die Bank erklärte, dass ein anhaltendes Angebotsdefizit den Markt stützen sollte, selbst wenn sie für das nächste Jahr einen Nachfragerückgang von 11 % prognostizierte, und verwies auf die Einschätzung des Silver Institute, dass der Markt auf ein fünftes Jahr mit strukturellem Defizit zusteuere – wenn die Nachfrage das Angebot übersteigt. Sie verwies auch auf die angespannten Bedingungen in London, nachdem Metall nach New York verlagert wurde, was sich in höheren Leasingraten, also den Kosten für das Ausleihen von Silber, widerspiegelt.

Eine Reuters-Umfrage unter 39 Analysten und Händlern im Oktober prognostizierte, dass Silber im Jahr 2026 durchschnittlich 50 $ pro Unze kosten wird. Die Befragten nannten Angebotsdefizite und die Nachfrage aus Sektoren wie Solartechnologie, Elektrofahrzeugen und KI-Rechenzentren. Sie sagten auch, dass Investoren Silber oft als günstigere Alternative zu Gold betrachten.

Diese Benchmarks wurden festgelegt, bevor Silber 2025 über 80 $ stieg, was eine große Lücke zwischen den Jahresdurchschnittsprognosen und den während der Jahresendrallye erreichten Niveaus hinterlässt. Für Investoren erhöht diese Lücke die Anforderungen daran, wie schnell Angebotsengpässe und industrielle Nachfrage neue Käufe aufnehmen können.

Der Zinsausblick wird Anfang 2026 eine große Rolle spielen. Niedrigere Renditen unterstützen in der Regel Edelmetalle, während ein stärkerer Dollar als Gegenwind wirken kann, da er Edelmetalle für Käufer außerhalb der USA teurer macht.

Die industrielle Nachfrage ist der zweite Dreh- und Angelpunkt. Der Einsatz von Silber in Energie- und Elektroniklieferketten bindet es an das Tempo der Investitionsausgaben, selbst wenn makroökonomische Investoren das tägliche Preisgeschehen dominieren.

Auf der Angebotsseite beobachten Händler die Lagerbestände und die physische Verfügbarkeit. Wenn die Verfügbarkeit sinkt, kann der Terminmarkt heftig reagieren, da Händler um lieferbares Metall konkurrieren.

Der Großteil des institutionellen Handels läuft über Terminkontrakte und börsengehandelte Fonds (ETFs), die Silber abbilden und wie Aktien gehandelt werden. Die Nachfrage von Privatanlegern zeigt sich in Münzen und Barren, bei denen die Aufschläge steigen können, wenn das Angebot knapp ist.

Die Bullen stützen sich auf die gleichen Säulen, die das Metall 2025 gestützt haben: fallende Zinsen, starke industrielle Nutzung und begrenztes Angebot. Die Bären verweisen auf das Risiko, dass die Nachfrage bei hohen Preisen abkühlt oder dass Investitionsströme nach einem schnellen Anstieg wieder umkehren.

Für den Moment wird der Silberausblick für 2026 von zwei vielzitierten Maßstäben bestimmt – einem Jahresdurchschnitt von 50 $ laut Reuters-Umfrage und dem Ziel von 65 $ der Bank of America – im Vergleich zu einem Markt, der bereits über 80 $ gehandelt hat. Die nächsten Wirtschaftsdaten und Signale der Zentralbanken werden entscheiden, ob diese Prognosen Bestand haben oder sich erneut ändern.

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