New York, 20. Februar 2026, 18:13 EST — Nachbörslich.
- AMD fiel um etwa 1,6 % und notierte nachbörslich nahe bei 200 $, hinter den stärkeren Kursgewinnen anderer Chiphersteller zurückbleibend.
- Finanzchefin Jean Hu verkaufte laut einer Meldung etwa 20.000 Aktien, nachdem Aktienzuteilungen fällig wurden und im Rahmen eines vorab festgelegten Handelsplans, und nahm Gewinne mit.
- Nvidias Ergebnisse am 25. Februar stehen als Nächstes an, wobei Händler die Zahlen auf Hinweise zur Nachfrage nach KI-Chips prüfen.
Die Aktien von Advanced Micro Devices (AMD.O) fielen in der nachbörslichen Sitzung am Freitag um etwa 1,6 % auf 200,15 $, nachdem sie beim Tagestief 198,64 $ erreicht hatten. Nvidia (NVDA.O) stieg um rund 1 %, und der iShares Semiconductor ETF legte ebenfalls etwa 1 % zu, was AMD zum Wochenende hin ins Hintertreffen brachte.
Bemerkenswert ist: AMD befindet sich an einem wichtigen Kursbereich, den Händler beobachten, und in letzter Zeit sprang die Aktie bei jeder Andeutung einer Stimmungsänderung bezüglich KI-Budgets an. Nvidias Ergebnisse werden nächste Woche erwartet, wodurch die gesamte KI-Chip-Branche erneut im Fokus steht. Selbst Nachrichten, die nur AMD betreffen, können dazu führen, dass sich die Aktie im Gleichschritt mit dem Sektor bewegt.
Laut einer Meldung verkaufte Finanzchefin Jean Hu am 17. Februar 19.956 AMD-Aktien und erzielte damit rund 4,0 Millionen Dollar. Die Transaktionen erfolgten zu gewichteten Durchschnittspreisen nahe 200 $ pro Aktie. Das Formular 4 weist darauf hin, dass diese Verkäufe im Rahmen eines am 22. August 2025 eingerichteten Rule 10b5-1-Plans erfolgten, nachdem 30.788 Restricted Stock Units fällig wurden. Davon wurden laut Dokument 11.416 Aktien für Steuern einbehalten. (Advanced Micro Devices, Inc.)
Ein 10b5-1-Plan legt für Führungskräfte im Voraus Handelsgeschäfte fest und ermöglicht es ihnen, Aktien nach einem festen Zeitplan zu kaufen oder zu verkaufen, um Vorwürfe des Insiderhandels zu vermeiden. Dennoch können Schlagzeilen bei Kursschwankungen für Anleger einfach wie „Insiderverkäufe“ aussehen.
AMD hat diese Woche neue Details zur Vergütung der Führungskräfte bekannt gegeben, darunter eine einmalige Performance-Aktienauszeichnung im Wert von 75 Millionen Dollar für CEO Lisa Su, die am 15. März gewährt werden soll. Laut Unternehmen hängt die Auszahlung von Kursmeilensteinen ab, die bis zum 15. März 2031 festgelegt sind – von 0 % bis zu 200 % der Zielaktien. Die Meldung hebt eine Hürde von 600 $ pro Aktie als oberstes Ziel hervor. (Advanced Micro Devices, Inc.)
AMD gab eine Umsatzprognose für das erste Quartal von etwa 9,8 Milliarden Dollar bekannt, mit einer Schwankungsbreite von 300 Millionen Dollar. Diese Zahl beinhaltet rund 100 Millionen Dollar Umsatz mit Instinct MI308 in China. Das Unternehmen erwartet eine Non-GAAP-Bruttomarge von etwa 55 %. (Advanced Micro Devices, Inc.)
Die AMD-Aktie ist Anfang dieses Monats stark gefallen, nachdem der Ausblick neue Zweifel am Tempo der Aufholjagd gegenüber Nvidia bei KI-Chips für Rechenzentren geweckt hatte. Das Unternehmen betont, dass die Nachfrage solide sei. (Reuters)
Der Fokus richtet sich wieder auf Nvidia, wobei die Quartalszahlen als Barometer für die breitere Einführung von KI dienen. „Es ist schwer für Nvidia zu überraschen, wenn jeder erwartet, dass sie überraschen“, sagte Marta Norton, Chef-Anlagestrategin bei Empower. (Reuters)
Für diejenigen, die AMD halten, geht es nicht nur um dieses Quartal. Am wichtigsten ist, was Nvidia zu Kapazitäten, Kundenbudgets und zur Geschwindigkeit der Auftragseingänge für Systeme der neuen Generation offenbart. Wenn die großen Tech-Unternehmen auch nur andeuten, ihre Investitionen zu bremsen, spüren das konkurrierende Chiphersteller meist sehr schnell.
Ein weiteres Risiko ist offensichtlicher: Schlagzeilen über Insiderverkäufe können auch nach den – oft vorab geplanten – Transaktionen nachwirken. Sollte Nvidias Ausblick enttäuschen, könnte das Probleme für AMD bedeuten, das dann erneut wegen Aktienverkäufen von Führungskräften und einer Schwäche im Sektor vor der nächsten Woche unter die Lupe genommen werden könnte.
Alle Augen richten sich auf Nvidias Quartalszahlen und die anschließende Telefonkonferenz, die für Mittwoch, den 25. Februar, nach Börsenschluss angesetzt ist. Investoren werden die Prognosen und Kommentare des Managements genau analysieren, um die weitere Entwicklung der Nachfrage nach KI-Chips einzuschätzen. (nvidianews.nvidia.com)