NEW YORK, 27. Februar 2026, 12:33 Uhr (EST) — Reguläre Sitzung
- Der Dow Jones Industrial Average fiel bis zur Mittagszeit um etwa 1,2 %. Sowohl der S&P 500 als auch der Nasdaq notierten ebenfalls im Minus.
- Die Erzeugerpreise stiegen im Januar stärker als erwartet, was neuen Druck auf den Zinspfad der Fed ausübt.
- Die Arbeitsmarktdaten und Inflationszahlen für März stehen vor der Fed-Sitzung Mitte März im Fokus der Anleger.
Der Dow Jones Industrial Average fiel bis Freitagmittag um mehr als 600 Punkte, belastet durch eine stärker als erwartete Großhandelsinflation und erneute Volatilität bei KI-Aktien. Um 11:47 Uhr ET lag der Dow 602,06 Punkte im Minus, was einem Rückgang von 1,22 % auf 48.897,14 entspricht. Der S&P 500 gab um 0,66 % nach, während der Nasdaq Composite um 0,99 % fiel. Sowohl der S&P 500 als auch der Nasdaq steuerten auf ihre höchsten Monatsverluste seit März 2025 zu. Reuters
Der jüngste Rückgang des Dow veranlasst viele dazu, neu zu bewerten, was als „teuer“ gilt – nicht nur bei Halbleitern, sondern auch bei Banken und dem breiteren KI-Sektor. „Es ist Zeit für eine Verschnaufpause“, sagte Talley Leger, Chefmarktstratege bei The Wealth Consulting Group, der nach einer starken Rallye Gewinne bei Chipwerten mitgenommen hat. Reuters
Es war der Erzeugerpreisindex – kurz PPI –, der alles ins Rollen brachte. Die Unternehmen sahen die Preise im Januar um 0,5 % steigen, mehr als der von Ökonomen in einer Reuters-Umfrage erwartete Anstieg von 0,3 %. Dieser Anstieg verstärkte nur die Wetten darauf, dass die US-Notenbank die Zinsen mindestens bis Juni unverändert lässt. „Wir erwarten, dass die Fed auf Pause bleibt“, sagte Ben Ayers, Senior Economist bei Nationwide, und verwies auf die nun auf den 13. März verschobenen PCE-Inflationsdaten für Januar. Reuters
Der Abschluss am Donnerstag unterstrich den Druck auf Technologiewerte – der Dow schaffte einen bescheidenen Gewinn von 17,05 Punkten, aber der Nasdaq fiel um 1,18 %, da Nvidia trotz starker Quartalszahlen um 5,5 % einbrach. „Es fühlt sich an wie ein Nvidia-Kater“, sagte Michael Green, Chefstratege bei Simplify Asset Management. Reuters
Der Rückgang des Dow am Freitag ging auf nur wenige Aktien zurück. American Express brach um 6,8 % ein, während Goldman Sachs 4,3 % verlor. Die beiden zogen den preisgewichteten Index laut MarketWatch-Daten um etwa 384 Punkte nach unten. Hier bewegt jede 1-Dollar-Veränderung einer Dow-Aktie den Index um etwa 6,16 Punkte. MarketWatch
Block sprang um über 16 % nach oben und sorgte außerhalb des Dow für Aufmerksamkeit, nachdem das Fintech angekündigt hatte, seine Belegschaft fast zu halbieren und gleichzeitig KI im gesamten Unternehmen einzuführen. Brett Horn von Morningstar bezeichnete die langfristigen Auswirkungen der Kürzungen und des KI-Schubs als „unsicher“, räumte jedoch ein, dass die Margen kurzfristig steigen könnten. Reuters
Die Aktien von Dell Technologies sprangen um etwa 17 %, nachdem das Unternehmen prognostizierte, dass die Einnahmen aus KI-Servern bis zum Geschäftsjahr 2027 voraussichtlich auf das Doppelte steigen werden. Gleichzeitig kündigte Dell eine Dividendenerhöhung um 20 % sowie ein Aktienrückkaufprogramm im Wert von 10 Milliarden US-Dollar an. Samik Chatterjee und sein Team von J.P. Morgan hoben das „AI Compute“-Angebot von Dell für Unternehmenskunden als Schlüsselfaktor hervor, der die Prognose stützt. Reuters
Die Aktien von Netflix stiegen um über 10 %, nachdem das Unternehmen beschlossen hatte, aus dem Bieterwettstreit um Warner Bros Discovery auszusteigen, da die Transaktion nicht mehr „finanziell attraktiv“ sei. Ben Barringer, Leiter der Technologieforschung bei Quilter Cheviot, bezeichnete die Entscheidung als ein „Häkchen in der Box“ für finanzielle Disziplin. Reuters
Die Lage ist nicht gerade stabil. Anhaltende Inflation, insbesondere wenn sich die Zölle in den Preisen niederschlagen, könnte dazu führen, dass Investoren die erhofften Zinssenkungen aufschieben und auf günstigere Bewertungen bestehen. Das bedeutet Probleme für Banken und die Überflieger unter den Wachstumsaktien.
Der US-Arbeitsmarktbericht für Februar wird am 6. März um 8:30 Uhr ET veröffentlicht. Investoren werden darauf achten, ob das Lohn- und Beschäftigungswachstum ausreichend nachgelassen hat, um den Inflationsdruck zu mindern. Bureau of Labor Statistics
Der Verbraucherpreisindex für Februar wird am 11. März veröffentlicht – ein Datenpunkt, der die Zinserwartungen an den Aktien-, Anleihe- und Devisenmärkten oft schnell beeinflusst. Bureau of Labor Statistics
Der Blick richtet sich auf die Fed-Sitzung am 17.–18. März, wobei die geldpolitische Entscheidung und die Pressekonferenz am 18. März stattfinden. Dann werden Investoren genau beobachten, ob sich der Tonfall ändert – stehen Inflationssorgen im Vordergrund oder rückt das Wachstum in den Fokus? federalreserve.gov