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Gold Price Week Ahead: Why Bullion Faces a Volatile Open as Fed Bets and Iran Tensions Collide
23 März 2026
2 mins read

Goldpreis-Ausblick: Warum Gold zu Wochenbeginn wegen Fed-Spekulationen und Iran-Spannungen volatil startet

NEW YORK, 22. März 2026, 13:07 EDT

Gold startet die Woche unter Druck – die Spotpreise fielen am späten Freitag um 1,8 % auf 4.563,64 $ pro Unze und verzeichneten damit den dritten Wochenrückgang in Folge. Die US-Gold-Futures schlossen bei 4.574,90 $. Auch Silber, Platin und Palladium wurden getroffen. Die Metalle waren laut dem unabhängigen Händler Tai Wong nach dem Kursrutsch dieser Woche wegen Zinserhöhungsängsten „besonders wackelig“. Da am Sonntag neue US-Iran-Drohungen aufkamen, bereiten sich Händler auf eine möglicherweise unruhige Markteröffnung vor. Reuters

Gold verhält sich derzeit nicht wie ein klarer Kriegs-Hedge. Inflationsängste flammen angesichts höherer Energiepreise auf, was die Zinserwartungen nach oben treibt – schlechte Nachrichten für Gold, da es keine Zinsen abwirft. Die Fed beließ die Zinsen letzte Woche bei 3,50 %-3,75 %, hob ihre Inflationsprognose für 2026 an und wies auf das Risiko hin, dass teurere Energiepreise auf die Kerninflation durchschlagen könnten.

Dieser Wandel kam schnell. Reuters berichtete am Freitag, dass Terminmarkt-Händler nun eine Wahrscheinlichkeit von etwa 25 % sehen, dass die Fed die Zinsen bis Dezember anhebt – ein deutlicher Umschwung gegenüber dem jüngsten Konsens für Zinssenkungen. Unterdessen sprang die Rendite der 10-jährigen US-Staatsanleihe auf 4,384 %, da sich die Märkte auf eine straffere, nicht lockerere Geldpolitik einstellen.

Die Märkte nehmen daher den Kalender dieser Woche genau unter die Lupe. Laut Reuters stehen am Dienstag die Flash-PMIs an – frühe Konjunkturindikatoren, die zeigen könnten, ob Unternehmen wirklich beginnen, sich wegen Stagflation Sorgen zu machen, also einer Mischung aus schwachem Wachstum und hartnäckiger Inflation. Auch der Kalender der Fed ist voll: Vorsitzender Jerome Powell spricht am Dienstag, gefolgt von Barr, Jefferson, Cook und Miran später. Bei der New York Fed stehen am Dienstag die US-Verbrauchervertrauensdaten an, langlebige Güter am Mittwoch, Arbeitslosenanträge am Donnerstag und der Michigan-Verbraucherstimmungsindex am Freitag.

Das Wochenende brachte keine Beruhigung. US-Präsident Donald Trump setzte dem Iran eine 48-Stunden-Frist, um die Straße von Hormus wieder zu öffnen, und drohte bei Weigerung mit Angriffen auf Kraftwerke. Der Iran wiederum drohte mit Vergeltung gegen US-nahe Energie- und Entsalzungsanlagen und warnte, die Wasserstraße bleibe im Falle eines Angriffs geschlossen. Brent schloss am Freitag bei 112,19 $ pro Barrel, dem höchsten Stand seit Juli 2022. IG-Analyst Tony Sycamore bezeichnete Trumps Vorgehen als „48-Stunden-Tickende-Zeitbombe erhöhter Unsicherheit“, die über den Märkten schwebt. Reuters

Der Spot-Goldpreis ist seit Kriegsbeginn am 28. Februar um über 10 % gefallen, aber die physische Nachfrage hat noch keinen verlässlichen Boden gefunden. In Indien sanken die Händlerrabatte auf bis zu 75 $ pro Unze gegenüber 83 $ in der Vorwoche, das Festtagsgeschäft drückte sie weiter, doch die Nachfrage blieb verhalten. In China fielen die Goldaufschläge auf 10–22 $, nach 20–30 $ in der Vorwoche. Bernard Sin von MKS PAMP wies darauf hin, dass der unmittelbare Kauf in Shanghai an Schwung verliert, das längerfristige Interesse jedoch stabil erscheint.

Die Einschätzung der Wall Street sollte im Auge behalten werden, da sich Gold in letzter Zeit im Gleichschritt mit denselben Inflations- und Wachstumsthemen bewegt, die Aktien und festverzinsliche Wertpapiere steuern. „So fließend“, formulierte es Chris Fasciano vom Commonwealth Financial Network. Öl gibt den Ton für die Reaktion des Marktes auf den Konflikt an, sagte Eric Kuby von North Star Investment Management. Reuters

Bären stehen hier vor einer klaren Bedrohung – jeder neue Schock für die Schifffahrt, die Energieinfrastruktur oder die Aktien könnte das Geld schnell zurück ins Gold treiben. Es gibt jedoch auch eine Kehrseite: Sollten die Ölpreise weiter steigen, der Dollar stabil bleiben und Wetten gegen Zinssenkungen der Fed anhalten, könnte es Gold schwerfallen, die globalen Spannungen in eine echte Rallye umzusetzen.

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