Salesforce streicht still und leise unter 1.000 Stellen, während die Agentforce-AI-Einheit betroffen ist
11 Februar 2026
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Salesforce streicht still und leise unter 1.000 Stellen, während die Agentforce-AI-Einheit betroffen ist

SAN FRANCISCO, 10. Feb. 2026, 03:42 (PST)

  • Business Insider berichtete, dass Salesforce Anfang Februar weniger als 1.000 Stellen abgebaut hat.
  • Betroffene Teams: Marketing, Produktmanagement, Datenanalyse sowie Agentforce AI.
  • Salesforce streicht Stellen, während das Unternehmen verstärkt auf KI-„Agents“ setzt; die Quartalsergebnisse werden am 25. Februar erwartet.

Salesforce baute Anfang Februar weniger als 1.000 Stellen ab, betroffen waren Positionen in Marketing, Produktmanagement, Datenanalyse und der Agentforce-AI-Initiative, wie ein Bericht von Business Insider am Montag meldete. Das Unternehmen reagierte nicht auf eine Anfrage zur Stellungnahme. Reuters konnte die Angaben ebenfalls nicht unabhängig überprüfen.

Die Entlassungen erfolgen inmitten einer Welle von US-Unternehmen, die Stellen abbauen und mehr Aufgaben an KI-Tools übertragen, um repetitive Arbeiten zu automatisieren und Personal in bestimmten Bereichen zu reduzieren.

Das Timing ist auch für Salesforce entscheidend, da das Unternehmen KI als nächste große Wachstumschance anpreist. Investoren warten darauf, ob Unternehmen tatsächlich in die neue „Agent“-Software investieren werden. Die Ergebnisse für das vierte Quartal werden am 25. Februar erwartet.

Mindestens neun Mitarbeiter von Business Insider schrieben laut der Publikation auf LinkedIn, dass sie ihren Job verloren hätten. Zwei weitere Angestellte bestätigten gegenüber Business Insider ebenfalls ihre Entlassung. Das Medium bezeichnete den Schritt als stille Reduzierung – es gab keine öffentliche Erklärung.

Agentforce, die KI-„Agent“-Plattform von Salesforce, geht über das Beantworten von Fragen hinaus – sie wird als Software präsentiert, die für Nutzer aktiv wird und handelt. CEO Marc Benioff nennt sie „den Kern jedes Produkts, das wir jetzt herstellen“, wie er CNBCs Jim Cramer laut The Times of India sagte. https://timesofindia.indiatimes.com/techno…

Neben Entlassungen hat Salesforce mit einer Welle von Management-Abgängen zu kämpfen. Seit Dezember sind sechs neue Führungskräfte – entweder eingestellt oder befördert – angetreten, um die Rollen ausscheidender Manager zu übernehmen, so Business Insider. Das Unternehmen selbst sagt, es sei „schon immer ein Talentmotor gewesen“, wie ein Sprecher der Publikation mitteilte. https://www.businessinsider.com/salesforce…

Business Insider berichtete, dass Salesforce einen Chief Security Officer von Google eingestellt, einen neuen Chief Marketing Officer geholt und einem aktuellen C-Suite-Manager mehr Verantwortung für sowohl Slack als auch Agentforce übertragen hat.

Business Insider berichtete, dass Adam Evans, der ehemalige Leiter von Agentforce, nicht mehr im Unternehmen ist. Auf LinkedIn schrieb Evans: „Ich habe beschlossen, dass es Zeit ist, mein nächstes Kapitel außerhalb von Salesforce zu beginnen – zurückzukehren zu dem, was ich am meisten liebe: Startups aufzubauen.“ Das Magazin wies außerdem auf jüngste Abgänge bei Tableau und Slack hin. Der Geschäftsführer von Slack ist zu OpenAI gewechselt.

Die Entlassungen folgen einem Trend, über den Benioff bereits zuvor gesprochen hat. In einem Podcast im vergangenen August sagte er, Salesforce habe 4.000 Kundenservice-Stellen abgebaut, mit dem Hinweis auf einen Bedarf an „weniger Köpfen“ und betonte, wie KI-Tools den Job verändern.

Salesforce bemüht sich, die Wall Street davon zu überzeugen, dass KI nicht nur Kosten senken wird – das Unternehmen setzt darauf, dass sie das Umsatzwachstum antreibt. Bereits im Dezember hob das Unternehmen seine Umsatz- und bereinigte Gewinnprognose für das Geschäftsjahr 2026 an und begründete dies mit einer stärkeren Nachfrage von Unternehmen und Optimismus bezüglich seiner KI-Agentenplattform.

Im gesamten Technologiesektor gibt es weiterhin Stellenstreichungen. Amazon kündigte seinerseits im Januar an, weltweit 16.000 Stellen abzubauen – laut Reuters ist dies die zweite größere Entlassungswelle des Unternehmens innerhalb von nur drei Monaten.

Dennoch gibt es Lücken im Wissen über Salesforce. Das Unternehmen hat nicht im Detail offengelegt, wie tief die Kürzungen gehen, und es ist noch nicht bekannt, ob es sich um eine einmalige Umstrukturierung handelt oder ob dies der Beginn einer längeren Phase des Personalabbaus ist, die Produktpläne wie Agentforce infrage stellen könnte.

Wie People Matters feststellte, erfolgen die Entlassungen als diskreter Schritt, der sowohl mit den KI-Ambitionen von Salesforce als auch mit einer Führungsumstrukturierung zusammenhängt.

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