Today: 29 April 2026
Sandisk Stock Gets Fresh AI Storage Lift After Micron Beat, but Valuation Fight Deepens
19 März 2026
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Sandisk-Aktie erhält neuen KI-Speicher-Schub nach Micron-Erfolg, aber Bewertungsstreit verschärft sich

MILPITAS, Kalifornien, 18. März 2026, 13:37 PDT

Neue Forschungsergebnisse aus den letzten 48 Stunden haben der Sandisk-AI-Geschichte weiteren Auftrieb gegeben. Analysten von Seeking Alpha, Simply Wall St und Zacks weisen darauf hin, dass die Nachfrage nach Flash-Speicher in Rechenzentren trotz des starken Kursanstiegs der Aktie nicht nachgelassen hat. Die Aktien von Sandisk stiegen um 4,6 % und schlossen am späten Mittwochshandel bei 753,69 $.

Das Timing ist hier entscheidend, da Investitionen in KI über Grafikchips hinausgehen und nun auch in Speicher- und Storage-Hardware fließen, die riesige Datenmengen verarbeitet. Nvidia teilte den Investoren diese Woche mit, dass der Umsatz mit KI-Chips bis 2027 mindestens 1 Billion Dollar erreichen könnte. Bob O’Donnell, Präsident von Technalysis Research, bezeichnete die jüngsten Schritte des Unternehmens als „Game-Changer“ und sagte, sie hätten „die gesamte Diskussion“ rund um Infrastruktur auf ein neues Level gehoben. Reuters

Im Mittelpunkt steht jetzt das Thema Inferenz – also das Reagieren von KI-Modellen auf Eingaben, ein Prozess, der davon abhängt, große Datenmengen schnell durch Server zu schleusen. „Der Inferenz-Wendepunkt ist da“, erklärte Nvidia-CEO Jensen Huang diese Woche. Micron legte am Mittwoch nach, übertraf die Umsatzprognosen für das Quartal und gab einen robusten Ausblick für das dritte Quartal. Das ist ein klares Signal für Speicheranbieter, die auf derselben Welle reiten. Reuters

Die jüngste Berichterstattung über Sandisk griff dasselbe Thema auf, verfolgte aber unterschiedliche Ansätze. Seeking Alpha hob Sandisks „stille KI-Boomphase“ hervor und verwies auf die Margenprognose des Managements für das nächste Quartal von 65 % bis 67 % sowie auf aktuelle Bruttomargen von über 50 %. Zacks konzentrierte sich auf die steigende Nachfrage nach hochkapazitivem, latenzarmem NAND-Flash – der Technologie hinter Solid-State-Laufwerken. Simply Wall St wiederum verwies auf solide Gewinne und verlängerte Rechenzentrumsverträge, auch wenn deren Bewertungszahlen anders ausfielen. Seeking Alpha

Bereits im Januar meldete Sandisk einen Umsatz im zweiten Quartal des Geschäftsjahres von 3,03 Milliarden US-Dollar – ein Anstieg um 61 % gegenüber dem Vorjahr. Der Umsatz im Bereich Rechenzentren stieg um 76 % auf 440 Millionen US-Dollar. Für das dritte Quartal prognostizierte das Unternehmen einen Umsatz zwischen 4,4 und 4,8 Milliarden US-Dollar sowie einen Non-GAAP-Gewinn von 12 bis 14 US-Dollar pro Aktie.

Damals sagte CEO David Goeckeler gegenüber Reuters: „Kunden bevorzugen Versorgung vor Preis“, da KI-Entwickler sich beeilten, Speicher für Inferenzaufgaben zu sichern. Sandisk und Kioxia verlängerten ihre Flash-Lieferverträge und dehnten sie bis 2034 aus. Dieser Schritt verschafft dem Unternehmen einen längeren Planungshorizont für die Produktionskapazität. Reuters

Auch andere Akteure berichten Ähnliches. Micron, ein wichtiger Speicherchip-Lieferant für KI, übertraf am Mittwoch die Analystenschätzungen. Western Digital, das sich im vergangenen Jahr von Sandisk getrennt hatte, erklärte bereits im Februar, dass die steigende Nachfrage nach KI-Infrastruktur die eigenen Zahlen verbessere, während das Unternehmen versuche, Schulden durch den Verkauf weiterer Sandisk-Anteile abzubauen.

Bei der Bewertung gehen die Meinungen zu Sandisk stark auseinander. Seeking Alpha weist darauf hin, dass die Aktie im Vergleich zu bestimmten Gewinnprognosen für 2027 weiterhin sinnvoll erscheint. Bei Simply Wall St hingegen sieht ein Fair-Value-Modell die Aktie bei etwa 717 $, was fast dem jüngsten Schlusskurs von 720 $ entspricht. Zacks wiederum hebt hervor, dass Sandisk ein höheres Kurs-Umsatz-Verhältnis für die Zukunft aufweist als andere Anbieter von Speichergeräten.

Der Zyklus der Speicherbranche verschwindet nicht einfach, nur weil KI mehr Chips aufkauft. Das Angebot könnte schnell aufholen, und Ausführungsrisiken drohen – beides wird von Seeking Alpha hervorgehoben. Sandisk wiederum hat in SEC-Unterlagen dargelegt, dass starke Preisschwankungen, eine starke Abhängigkeit von wenigen Käufern, Veränderungen in der Handelspolitik und das Vorgehen von Wettbewerbern die Ergebnisse ohne große Vorwarnung beeinflussen könnten.

Auch auf der Angebotsseite gibt es einen Unsicherheitsfaktor. SK-Group-Vorsitzender Chey Tae-won wies diese Woche auf einen möglichen globalen Wafer-Engpass hin, der sich bis 2030 hinziehen könnte – ein Hinweis darauf, dass der Markt angespannt bleibt. Doch angesichts der jüngsten Kommentare von Sandisk scheinen die Anleger beim Thema Nachfrage zuversichtlicher zu sein als bei der Beständigkeit der aktuellen Preise.

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