Biotech-Beben: Biontech schluckt CureVac – Kartellamt gibt grünes Licht für Mega-Deal
14 Oktober 2025
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Biotech-Beben: Biontech schluckt CureVac – Kartellamt gibt grünes Licht für Mega-Deal

  • Übernahme freigegeben: Das deutsche Bundeskartellamt hat am 14.10.2025 bestätigt, dass BioNTech den Tübinger Impfstoff-Entwickler CureVac übernehmen darf. Es bestehe keine Wettbewerbsgefahr, betonte Kartellamtspräsident Andreas Mundt: „Die Forschungspipelines von BioNTech und CureVac für Arzneimittel weisen keine erheblichen Überschneidungen auf“zeit.de. Auch in der Technologie gebe es zwar Ähnlichkeiten, doch da weltweit viele Mitbewerber in der mRNA-Forschung aktiv seien, sah die Behörde keine Innovationsbeschränkungzeit.de1 .
  • Deal-Daten: BioNTech hatte im Juni 2025 angekündigt, CureVac für rund 1,25 Milliarden US-Dollar zu übernehmen – komplett in Aktien (ADS)sueddeutsche.de. Jeder CureVac-Anteil soll mit etwa 5,46 $ bewertet werden (ca. 55 % Aufschlag auf den Kurs), nach Abschluss würden CureVac-Aktionäre ~4–6 % an BioNTech haltensueddeutsche.de. Die Transaktion gilt als „bindende Vereinbarung“ und soll – abhängig von den noch nötigen Genehmigungen und einer Mindestannahmeschwelle von 80 % der Aktien – bis Ende 2025 abgeschlossen seinsueddeutsche.de2 .
  • Geschäftsfeld und Pipeline: Beide Firmen waren im Corona-Impfstoff-Wettlauf bekannt geworden, doch nur BioNTech brachte den mRNA-Impfstoff Comirnaty auf den Markt. CureVac erzielte mit seinem Covid-Kandidaten keinen Markterfolg und hat derzeit keine zugelassenen Wirkstoffe in der Vermarktungfinanzen.at. Beide Unternehmen verlagerten danach ihren Fokus auf Krebs-Immuntherapien und andere mRNA-Anwendungen. BioNTech verfügt im Onkologie-Bereich über zahlreiche, teils weit fortgeschrittene Projekte, während CureVac nur über wenige, frühe Wirkstoffkandidaten verfügtfinanzen.at. Gerade deshalb sieht Mundt den Zusammenschluss als unproblematisch: Die F&E-Schwerpunkte ergänzten sich, statt sich zu überschneidenfinanzen.at1 .
  • Patentstreit beilegt: Ein weiterer Vorteil des Zusammenschlusses ist das Ende alter Konflikte: Mit dem Übernahmeplan haben BioNTech und CureVac schon vorab alle Patentstreitigkeiten um mRNA-Covid-19-Impfstoffe beigelegtts2.tech. CureVac gewährt BioNTech und Pfizer umfangreiche Lizenzen, die gegenseitigen Verfahren sind abgewickelt. Dadurch wird der Weg frei, das gebündelte Know-how kooperativ für neue Impfstoffe und Therapien zu nutzen3 .
  • Reaktionen & Ausblick: Führende Manager und Experten sehen im Deal große Chancen. BioNTech-Chef Ü. Şahin sagte, man wolle „komplementäre Fähigkeiten und Technologien zusammenbringen“, um die Entwicklung innovativer Krebstherapien besser voranzubringensueddeutsche.de. CureVac-Gründer I. Hoerr begrüßte den Zusammenschluss als „extrem positiv“ für Europa – es entstehe ein neuer europäischer mRNA-Gigant neben Modernasueddeutsche.de. Auch die Bundesregierung wertet den Deal als Schaffung eines deutschen „Biotech-Champions“sueddeutsche.desueddeutsche.de. Analysten rechnen damit, dass die fusionierten Teams „significant opportunities… establishing the combined company as a global leader in mRNA-based medicines“ eröffnents2.tech – kurzum ein Sprungbrett, um gemeinsam bei künftigen mRNA-Impfstoffen und -Therapien weltweit vorne mitzumischen.

Insgesamt wird die Freigabe durch das Kartellamt als wichtiger Meilenstein für den Deal gewertet. Marktbeobachter verweisen darauf, dass noch weitere Hürden zu nehmen sind (z.B. rechtlich formale Schritte in den USA oder eine Hauptversammlung bei CureVac), der Abschluss wird aber als wahrscheinlich eingeschätzt. Sollte die Übernahme vollzogen werden, könnte ein großer neuer Player in der Biotech-Branche entstehen, der deutsche Innovationen in der mRNA-Medizin stärktsueddeutsche.de4 .

Quellen: Stellungnahmen des Bundeskartellamts und Medienberichte zur Genehmigung der Übernahmezeit.dedeutschlandfunk.de, Angaben von BioNTech/CureVac zum Aktientauschsueddeutsche.de, Kommentare von Management und Expertensueddeutsche.de5 .

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