New York, 23. Februar 2026, 19:21 EST — Handel nach Börsenschluss
- Accenture (ACN) rutschte bis zum Ende einer turbulenten Montagssitzung um etwa 6,6 % ab.
- US-Aktien fielen, belastet durch wiederauflebende Zollängste und neue Sorgen über das Potenzial von KI, den Arbeitsmarkt durcheinanderzubringen.
- OpenAI wählte Accenture als Hauptpartner für seine neue, auf Unternehmen ausgerichtete Initiative rund um die Frontier-Plattform.
Accenture plc (ACN) fiel am späten Montagshandel um 6,6 % auf 201,18 $, rutschte während der Sitzung bis auf 199,18 $ ab. Die Aktie startete bei 212,02 $, erreichte ein Hoch von 216,19 $, und das Volumen lag bei etwa 10,0 Millionen Aktien.
Risikoreiche Anlagen gerieten unter Druck. Die Wall Street rutschte stark ab, gefangen zwischen neuen Sorgen über Zölle und frischen Bedenken hinsichtlich KI-bedingter Arbeitsplatzverluste. Der Dow schloss 1,66 % niedriger, der S&P 500 verlor 1,04 % und der Nasdaq fiel um 1,13 %. „Die Frage bei KI ist zweigeteilt: Wie viel wird sie kosten, und wer wird alles betroffen sein?“ sagte Tom Hainlin, nationaler Investmentstratege bei U.S. Bank Wealth Management. (Reuters)
Die Debatte trifft direkt auf Accentures Bilanz. Das Unternehmen verkauft Beratung und Technologiedienstleistungen – beides arbeitsintensive Bereiche, die durch KI schrumpfen könnten. Dennoch versucht Accenture auch, sich als bevorzugter Berater für Kunden zu positionieren, die genau diese Tools einführen.
OpenAI hat eine neue Unternehmensinitiative gestartet und arbeitet mit Accenture und anderen großen Beratungsfirmen zusammen. Das Unternehmen bewirbt seine neue „Frontier Alliance“, eine Partnerschaft mit Accenture, BCG, McKinsey und Capgemini, die darauf abzielt, Unternehmen von Pilotprojekten zur vollständigen Integration von „KI-Agenten“ – Software, die Aufgaben über Arbeitsabläufe hinweg automatisiert – in Softwareentwicklung, Vertrieb und Kundenservice zu führen. „Unternehmen haben erkannt, dass isolierte KI-Einsätze keinen Mehrwert bringen und ihr Unternehmen nicht transformieren“, sagte OpenAIs Chief Revenue Officer Denise Dresser. (Reuters)
Das ist das optimistische Argument für die Aktie: mehr Projekte, mehr Change Management und zusätzliche abrechenbare Stunden. Die Entwicklung am Montag? Der Kurs zuckte kaum.
Der Ausverkauf unterstrich, wie schnell Händler Beratungsaktien mit dem breiteren „KI-Disruptions“-Thema in einen Topf werfen – besonders wenn Schlagzeilen mit makroökonomischer Unsicherheit kollidieren.
Das Risiko auf der Unterseite ist klar: Wenn Unternehmenskunden beschließen, die KI-Budgets nicht zu erhöhen oder die Automatisierung von Backoffice- und Wissensarbeitsplätzen beschleunigen, ohne die Transformationsausgaben zu steigern – dann kommen große Projekte ins Stocken und die Margen können schnell schrumpfen.
Der Handel nach Börsenschluss am Montag brachte keine großen Veränderungen – eher eine Verschnaufpause. Dieselben Unsicherheiten bleiben bestehen: Zollmaßnahmen aus Washington halten Investoren in Atem, und jede neue KI-Einführung scheint eine neue Bewertung von Aktien im Bereich professionelle Dienstleistungen zu erzwingen.
Als nächstes steht Accenture mit seinem Quartalsbericht an. Das Unternehmen wird seine Telefonkonferenz zu den Ergebnissen des zweiten Quartals des Geschäftsjahres 2026 am 19. März abhalten, Beginn ist um 8:00 Uhr EST, laut dem Investorenkalender. (investor.accenture.com)
Vorerst beobachten ACN-Händler das Tagestief vom Montag, um zu sehen, ob es bei Börseneröffnung am Dienstag Bestand hat. Die eigentliche Frage: Wird die OpenAI-Partnerschaft tatsächlich zu neuen Geschäftsabschlüssen führen oder nur für weitere Schlagzeilen sorgen?