IBM stock price rebounds after Anthropic’s COBOL claim rattles mainframe bulls
24 Februar 2026
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IBM-Aktienkurs erholt sich, nachdem Anthropics COBOL-Behauptung Mainframe-Bullen verunsichert

New York, 24. Februar 2026, 10:45 EST — Reguläre Sitzung

  • Die IBM-Aktie sprang zum Handelsstart um fast 5 % nach oben und machte damit einen Teil des Verlusts wett, nachdem sie am Vortag um 13,2 % eingebrochen war.
  • Anleger wägen ab, ob neue KI-Codierungswerkzeuge den Druck auf die Modernisierung von Altsystemen erhöhen könnten.
  • IBM geht in eine entscheidende Phase: Als Nächstes steht der Konferenztermin am 3. März an, gefolgt vom Ergebnisfenster am 22. April.

IBM-Aktien erholten sich um 4,8 % und erreichten während der Dienstagmorgen-Session 234,08 $, nachdem sie am Vortag um über 10 % eingebrochen waren. Analysten sehen kaum eine Chance, dass Kunden IBMs Mainframe-Systeme in nächster Zeit verlassen. Amit Daryanani von Evercore ISI blieb bei seiner Outperform-Bewertung und dem Kursziel von 345 $ und betonte, dass Zuverlässigkeit und regulatorische Anforderungen Mainframes für Banken und Behörden unverzichtbar machen.

Solche Kursschwankungen treffen einen Nerv in der US-Techbranche und berühren eine Kernfrage: Kann generative KI wirklich Zeit und Kosten für große Software-Überarbeitungen senken, oder ist das nur Hype? Die IBM-Aktie steht im Zentrum dieser Sorgen, insbesondere bei „Modernisierungs“-Projekten – dem Kerngeschäft für umfangreiche Service- und Softwareausgaben.

IBM stürzte am Montag um 13,2 % ab und verzeichnete damit den stärksten Tagesverlust seit dem 18. Oktober 2000. Der Kursrutsch folgte, nachdem das KI-Startup Anthropic sein Claude-Code-Tool als Lösung für die Aktualisierung von COBOL anpries – der jahrzehntealten Sprache, die immer noch IBMs Mainframe-Computer antreibt.

COBOL gibt es schon ewig – unspektakulär, unnachgiebig. Die Sprache bildet das Rückgrat wichtiger Systeme bei Banken, Versicherern und Behörden. Sie zu entwirren ist nicht einfach; jahrzehntelange Geschäftsregeln existieren oft nur in diesen Codezeilen, was den Prozess langsam macht.

Anthropic merkte in seinem Blogbeitrag an, dass Tools wie Claude Code die „Erkundung und Analyse“ automatisieren – Aufgaben, die früher große Teams monatelang beschäftigten. Das Unternehmen sagte außerdem, dass KI es Teams ermöglichen könnte, COBOL „in Quartalen statt in Jahren“ zu aktualisieren. Quelle

Brent Thill von Jefferies bestätigte diese Sichtweise am späten Montag in einer Kundenmitteilung und schrieb, dass IBM sich mit Tools, die COBOL in moderne Sprachen umwandeln, „bereits selbst disruptiert“. Für Thill ist die dringendere Frage IBMs breitere Hybrid-Cloud- und Software-Performance – Mainframe-Geschichten sind nicht das Hauptthema. Er beließ seine Kaufempfehlung und das Kursziel von 370 $ unverändert. Quelle

Die Auswirkungen des Ausverkaufs trafen auch Software- und Sicherheitsaktien, da Fragen aufkamen, wie schnelle Fortschritte bei KI-Codierungswerkzeugen das Testen, die Fehlerbehebung und beratungsintensive Geschäfte beeinflussen könnten. IBM, CrowdStrike und Datadog standen am Montag auf den Listen der Händler, als sich der Trend ausweitete.

IBMs Zusammenarbeit mit Anthropic ist nicht neu – die beiden haben letztes Jahr eine Partnerschaft angekündigt und Claude in IBMs Enterprise-Entwicklungstools integriert. Dieser Kontext konnte die erste Welle der Reaktionen jedoch nicht abmildern.

Am Montag zeigte ein separates SEC-Formular 4, dass IBM-Senior Vice President Robert David Thomas die Übertragung von Restricted Stock Units sowie Aktienverkäufe im Zusammenhang mit diesen Auszeichnungen offengelegt hat, einige davon zu je 256,42 $. Form 4s verfolgen Insidergeschäfte und Veränderungen beim Eigenkapital.

Der Anstieg am Dienstag entkräftet die Argumente der Pessimisten jedoch nicht. Sollte Automatisierung tatsächlich den Personalbedarf und den Zeitaufwand für die Kartierung von Altsystemen verringern, könnte IBM in Schwierigkeiten geraten, da das Unternehmen lange darauf angewiesen war, dass Kunden für aufwendige, maßgeschneiderte Arbeit bezahlen. Investoren könnten weiterhin bei Stärke verkaufen, bis es klarere Belege dafür gibt, dass die Nachfrage stabil bleibt.

Die Aufmerksamkeit richtet sich nun auf IBMs Auftritt bei der Morgan Stanley Technology, Media and Telecom Conference am 3. März, mit einem weiteren wichtigen Termin für die vorläufigen Quartalsergebnisse am 22. April. Investoren wollen Antworten darauf, wo IBM in Bezug auf KI-gestützte Code-Modernisierung steht – Verteidigung oder Monetarisierung.

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