New York, 21. Februar 2026, 10:02 Uhr (EST) — Der Markt ist geschlossen.
- CrowdStrike stürzte am Freitag um fast 8 % ab, da Cybersecurity-Aktien nach der Einführung der neuesten Claude-Sicherheitsfunktion von Anthropic unter Druck gerieten.
- Cloudflare, Zscaler, Okta und SailPoint mussten im Ausverkauf ebenfalls Verluste hinnehmen, was einen Cyber-ETF auf den niedrigsten Schlussstand seit November 2023 drückte.
- CrowdStrike wird am 3. März die Quartalszahlen veröffentlichen; Investoren achten genau auf Prognosen und mögliche Kommentare zum KI-Wettbewerb.
CrowdStrike Holdings Inc (CRWD) fiel am Freitag um fast 8 %, nachdem Cybersecurity-Werte verkauft wurden, nachdem das KI-Startup Anthropic ein Sicherheitstool für sein Claude-Modell vorgestellt hatte. Die Aktie erreichte im letzten Handel $388,60, ein Minus von 7,9 % gegenüber Donnerstag. Das Volumen lag bei rund 8,4 Millionen Aktien, die Kurse bewegten sich zwischen $431,75 und $387,14.
Die US-Märkte sind am Wochenende geschlossen, sodass CrowdStrike-Anleger gespannt auf die nächsten Entwicklungen warten. Die Aktie steht vor einem wichtigen Auslöser: den Ergebnissen für das vierte Quartal und das Gesamtjahr, die nach US-Börsenschluss am Dienstag, den 3. März, veröffentlicht werden sollen. Am Abend folgt eine Telefonkonferenz. (Barchart.com)
Der Verkaufsdruck am Freitag traf nicht nur eine einzelne Aktie. CrowdStrike gehörte zu den größten Verlierern. Laut Bloomberg fiel Cloudflare um 8,1 %, Zscaler um 5,5 %, SailPoint verlor 9,4 % und Okta sank um 9,2 %. Der Global X Cybersecurity ETF, der eine Mischung aus Cyber-Werten abbildet, schloss 4,9 % im Minus – der schwächste Schlussstand seit November 2023. (Bloomberg.com)
Anthropic hat Claude Code Security eingeführt, ein Tool, das Software-Codebasen auf Schwachstellen scannt und Lösungsvorschläge macht. Der Zugang ist laut CyberScoop derzeit jedoch auf eine ausgewählte Gruppe von Unternehmens- und Teamkunden beschränkt. Laut Unternehmen „liest und analysiert das Tool Ihren Code wie ein menschlicher Forscher“ und filtert die Ergebnisse anschließend durch Verifizierungsschritte, um Fehlalarme zu reduzieren. (CyberScoop)
Anthropics Frontier Red Team-Chef Logan Graham stellte die Einführung als praktischen Vorteil für überlastete Sicherheitsteams dar. „Es wird ein Kraftmultiplikator für Sicherheitsteams sein“, sagte er gegenüber Fortune. (Fortune)
Nun fragen sich Händler, ob KI-Tools tatsächlich Teile des Security-Software-Stacks ersetzen könnten, anstatt nur zusätzliche Funktionen anzubieten. Dan Ives von Wedbush bezeichnete das aktuelle KI-Disruptionsthema als „Kampf gegen einen Geist“ – Investoren versuchen im Grunde vorherzusagen, welcher Teil der Software-Landschaft als nächstes getroffen wird. (Business Insider)
Am Freitag gab es starke Verluste bei Softwareentwicklern – JFrog stürzte um 25 % ab, GitLab fiel um über 8 %. Auch Cybersecurity-Aktien blieben nicht verschont, sowohl CrowdStrike als auch Zscaler lagen im Minus. Investors.com verwies auf den iShares Expanded Tech-Software Sector ETF, der nun im laufenden Jahr bereits mehr als 23 % verloren hat. (Investors)
Dennoch bleibt das Produkt vorerst eine Forschungs-Vorschau. Anthropic weist darauf hin, dass es nur Korrekturvorschläge zur Überprüfung durch Menschen empfiehlt, anstatt automatische Updates vorzunehmen. Das könnte unmittelbare Umwälzungen verlangsamen. Doch die größere Frage bleibt – Unternehmen könnten irgendwann KI-gesteuerte Scans anstelle einiger spezialisierter Tools übernehmen lassen. (Claude)
Diese Woche hängt es bei CrowdStrike davon ab, ob nach dem Rückgang am Freitag wieder Käufer zurückkehren – und was das Unternehmen im kommenden Bericht zu Nachfrage, Preisen und Wettbewerb zu sagen hat. Investoren sind außerdem gespannt darauf, wie das Management KI positioniert und achten genau auf Kommentare dazu, ob sie die Sicherheitsbudgets antreibt oder Margen und Verlängerungen unter Druck setzt.
Alle Blicke richten sich auf die Börseneröffnung am Montag, während Händler abwarten, ob der Schock vom Freitag nur ein Ausrutscher war oder der Beginn von etwas Größerem. Das eigentliche Ereignis, das in den Kalendern markiert ist, ist jedoch der 3. März – angesetzt für den Ergebnisbericht und alle Signale, die aus diesem Call hervorgehen.