Gold price tumbles again after CME margin hike; GLD drops 4% as selling ripples through silver
3 Februar 2026
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Goldpreis stürzt nach erneuter CME-Margin-Erhöhung ab; GLD fällt um 4 %, Verkaufswelle erfasst auch Silber

New York, 2. Feb. 2026, 17:24 EST — Nachbörslich

  • Gold fiel stark und stürzte im frühen asiatischen Handel um bis zu 7,5 % auf 4.499,34 $ ab, konnte jedoch bis zum Tagesende einen Teil der Verluste wieder wettmachen.
  • Silber brach um bis zu 14,2 % ein und erreichte 72,63 $, da Analysten auf Deleveraging und margenbedingte Verkäufe verwiesen.
  • Der Einbruch bei den Metallen zog risikoreiche Anlagen insgesamt nach unten, da Investoren überlaufene Positionen auflösten.

Die Goldpreise fielen am Montag weiter, wobei Spot-Gold im US-Nachmittagshandel um 4,8 % auf 4.630,59 $ pro Unze sank. Die April-Futures schlossen 1,9 % tiefer bei 4.652,60 $. Silber stürzte um 9,2 % auf 76,81 $ ab, während Platin um 3,3 % und Palladium um 1,4 % nachgaben.

Geschwindigkeit ist das A und O. Die Goldrallye Ende Januar zog hohe Hebelwirkung an, und das Abwickeln erfolgte schneller, als die meisten Händler erwartet hatten, was Metalle, ETFs und Teile des Rohstoffsektors gleichzeitig nach unten zog.

Investoren mussten ihre Erwartungen an die US-Zinspolitik überdenken, nachdem Präsident Donald Trump Kevin Warsh zum Chef der Federal Reserve ernannt hatte. Vivek Dhar, Rohstoffstratege bei der Commonwealth Bank of Australia, merkte an, dass der gleichzeitige Ausverkauf von Edelmetallen und US-Aktien darauf hindeutet, dass Investoren Warsh als restriktiver einschätzen. IG-Analyst Tony Sycamore bezeichnete den Gold-Ausverkauf als „Washout“ und fügte hinzu, dass das Ausmaß der heutigen Abwicklung alles übertrifft, was er seit den düsteren Tagen der globalen Finanzkrise 2008 gesehen hat. Reuters

Die Margin-Anpassung sorgt für zusätzliche Dynamik. Die Clearing-Mitteilung der CME zeigt, dass die Anfangs- und Erhaltungsmargen für COMEX-Gold-Futures (100 Unzen) von 6 % auf 8 % steigen, während die Margen für COMEX-Silber-Futures (5.000 Unzen) von 11 % auf 15 % klettern – beginnend nach Handelsschluss am Montag. Die Margin, also das Geld, das Händler für Futures hinterlegen müssen, zwingt gehebelte Akteure dazu, entweder ihre Positionen zu verkleinern oder kurzfristig mehr Geld nachzuschießen.

SPDR Gold Shares fielen um rund 4,0 % auf 427,13 $ und folgten damit dem Rückgang des Goldpreises nach den Höchstständen der Vorwoche. Dieser Einbruch belastet goldbezogene Anlagen erheblich.

Einige Banken lassen sich vom Tagesgeschehen nicht beirren. JPMorgan hält an seiner Prognose fest, dass starke Nachfrage von Zentralbanken und Investoren den Goldpreis bis Jahresende auf 6.300 $ pro Unze treiben wird. Außerdem wird erwartet, dass Zentralbanken 2026 rund 800 Tonnen kaufen.

Das unmittelbare Risiko zeigt jedoch in die andere Richtung. Da die Margen bereits hoch sind, bereiten sich Händler auf mögliche Zwangsverkäufe vor, falls Fonds kurzfristig Liquidität benötigen – insbesondere, wenn der Dollar stark bleibt und Zinserhöhungen wahrscheinlicher werden.

Makrodaten bieten derzeit weniger Klarheit als üblich – zumindest im Moment. Das U.S. Bureau of Labor Statistics gab bekannt, dass ein teilweiser Regierungsstillstand den Arbeitsmarktbericht für Januar und andere wichtige Veröffentlichungen verzögern wird. Das führt dazu, dass sich Investoren stärker auf Marktbewegungen und Hinweise der Zentralbanken verlassen müssen.

In Europa richtet sich am Donnerstag alle Aufmerksamkeit auf die Bank of England, da allgemein erwartet wird, dass die Geldpolitiker die Zinsen unverändert lassen. Investoren werden jede Änderung in der zukünftigen Ausrichtung genau analysieren, da der Inflationsdruck anhält. Schwankungen beim Pfund und bei den Renditen britischer Staatsanleihen wirken sich oft auf den Dollar und die Realzinsen aus – Schlüsselfaktoren, die Goldhändler genau beobachten.

Händler stehen nun vor der Frage: Wird sich die Volatilität beruhigen, nachdem die Margenanpassungen abgeschlossen sind, oder wird sie in der Sitzung am Dienstag weitere Liquidationen auslösen? Die Aufmerksamkeit richtet sich auch auf ETF-Zuflüsse und darauf, ob Silber nach seinen heftigen Schwankungen wieder Halt finden kann.

Die Gesetzgeber in Washington stehen am Dienstag vor einer entscheidenden Abstimmung über ein Gesetz zur Beendigung des Shutdowns, was den ins Stocken geratenen US-Datenkalender für die Märkte möglicherweise wieder öffnen würde.

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