NEW YORK, 27. Juli 2026, 11:12 EDT — Im regulären Handel fielen die Aktien von Super Micro NASDAQ:SMCI, da das Unternehmen mit Liquiditätsproblemen konfrontiert ist, während die Bestellungen für künstliche Intelligenz auf 60 Milliarden US-Dollar ansteigen.
- Die Aktien von Super Micro fielen um 3,3 %, als Halbleiteraktien stark ins Minus drehten.
- Erste Zahlen für das vierte Quartal deuten darauf hin, dass der Bruttogewinn 1,87 Milliarden US-Dollar bei einem Umsatz von 11 Milliarden US-Dollar erreichen könnte.
- Neue Aufträge überstiegen 60 Milliarden US-Dollar und lenkten die Aufmerksamkeit auf die Liquiditätsumwandlung und die Stärke der Zusagen.
Die Aktien von Super Micro Computer, Inc. NASDAQ:SMCI fielen im Montagmorgenhandel um 3,3 % auf 29,10 US-Dollar. Ein branchenweiter Ausverkauf bei Chips machte die bedeutende Margenanhebung der letzten Woche zunichte.
Die Aktie blieb etwa 14 % höher im Vergleich zum Schlusskurs vom 21. Juli. Der Großteil des nach dem Update erzielten Anstiegs wurde gehalten.
Die Liquiditätsumwandlung ist nun der entscheidende Test für Investoren. Die Gewinnerwartungen sind deutlich schneller gestiegen als die Umsatzerwartungen.
Super Micro prognostizierte einen Umsatz im vierten Quartal nahe der unteren Grenze seiner Prognose von 11 bis 12,5 Milliarden US-Dollar. Die vorläufige Bruttomarge des Unternehmens stieg auf 15 % bis 17 %, verglichen mit dem bisherigen Ausblick von 8,2 % bis 8,4 %.
| Maßnahme | Vorherige Prognose oder Basis | Vorläufige Q4-Prognose | Implizierte Veränderung |
|---|---|---|---|
| Umsatz | 11,0–12,5 Milliarden US-Dollar | Nahe der unteren Grenze prognostiziert | Keine Änderung des Umsatzausblicks |
| Bruttomarge | 8,2 %–8,4 % | 15 %–17 % | Mittelwert steigt um 7,7 Punkte |
| Bruttogewinn bei 11 Milliarden Umsatz | 0,90–0,92 Milliarden US-Dollar | 1,65–1,87 Milliarden US-Dollar | Anstieg um 0,73–0,97 Milliarden US-Dollar |
| Neue Q4-Aufträge erhalten | — | Übersteigt 60 Milliarden US-Dollar | Mehr als das 5,4-fache der unteren Umsatzerwartung |
Bruttogewinnzahlen und das Auftragsverhältnis basieren auf unternehmensinternen Daten. Das Unternehmen weist darauf hin, dass diese Zahlen vorläufig sind.
Der Anstieg des Bruttogewinns im Mittelwert liegt bei rund 847 Millionen US-Dollar, fast doppelt so hoch wie der bisherige Mittelwert.
Die Bruttomarge lag im zweiten Quartal des Geschäftsjahres bei 6,3 % und stieg im dritten Quartal auf 9,9 %. Die anfängliche Q4-Spanne stellt einen weiteren deutlichen Anstieg dar.
Super Micro sicherte sich im gesamten vierten Quartal über 60 Milliarden US-Dollar an neuen Aufträgen, was mindestens dem 5,4-fachen des niedrigsten Quartalsumsatzes entspricht.
Das Unternehmen rechnet mit Lieferungen in den kommenden Quartalen. Es warnte jedoch, dass bei bestimmten Aufträgen noch keine festen Zusagen vorliegen könnten. Verzögerungen oder mögliche Stornierungen sind nicht auszuschließen.
Die Umwandlung ist für die Bilanz von Bedeutung. Super Micro meldete im dritten Quartal einen operativen Mittelabfluss von 6,6 Milliarden US-Dollar. Ende März verfügte das Unternehmen über 1,3 Milliarden US-Dollar an liquiden Mitteln und insgesamt 8,8 Milliarden US-Dollar an Schulden und Wandelanleihen.
Das Unternehmen gab im Juni bekannt, 7 Milliarden US-Dollar durch Eigenkapital- und eigenkapitalgebundene Angebote gesichert zu haben, um Komponenten für die Erfüllung von rund 39 Milliarden US-Dollar an KI-Aufträgen zu kaufen.
Die Verluste am Montag gingen über eine einzelne Sitzung hinaus, da der PHLX Semiconductor Index um 3,9 % fiel und damit den dritten Rückgang in Folge verzeichnete. Nvidia Corp. NASDAQ:NVDA rutschte um 3,5 % ab und Advanced Micro Devices, Inc. NASDAQ:AMD fiel um 6,4 %.
Auch die Aktien anderer Serverunternehmen gaben nach. Dell Technologies Inc. NYSE:DELL fiel um 3,3 %. Hewlett Packard Enterprise Co. (NYSE:HPE) verlor 0,8 %.
Rosenblatt-Analyst Sajal Dogra stellte fest, dass die Größe des Auftrags einen „branchenführenden Time-to-Market-Vorteil“ widerspiegele. Das Unternehmen erhöhte das Kursziel von 40 auf 45 US-Dollar und bestätigte die Kaufempfehlung. Rosenblatt Securities
Vijay Rakesh von Mizuho behielt eine neutrale Bewertung bei und senkte das Kursziel von 44 auf 34 US-Dollar. Das Brokerhaus verwies auf mögliche Lieferprobleme bei Komponenten und Speicher sowie Verzögerungen beim Bau von Gehäusen.
Die Risiken bleiben gebündelt. Bestimmte Aufträge könnten nicht bindend sein. Abhängigkeit von Kunden, Zölle und eine laufende unabhängige Überprüfung im Zusammenhang mit angeblichen Exportkontrollverstößen könnten die Prognosen beeinflussen. Die Eigenkapitalaufnahme birgt potenzielle Verwässerungsrisiken.
Die vollständigen Ergebnisse für das vierte Quartal werden nach Börsenschluss am 11. August veröffentlicht. Investoren werden die Margenprognose, den operativen Cashflow und die Rate der Auftragsumwandlung bewerten.
Der Markt erkennt die Margenerholung vorerst an, sucht aber weiterhin nach Beweisen in bar.