New York, 21. Februar 2026, 12:10 EST — Der Markt hat für heute geschlossen.
Silber beendete den Freitag bei 82,92 $ pro Unze und stieg um 5,8 %, da Anleger auf schwache US-Wachstumszahlen und neue Zollnachrichten reagierten, was die Gelder zurück in Edelmetalle trieb. (Reuters)
Diese Verschiebung ist bemerkenswert, da sich Silber wieder wie ein klarer Makro-Trade verhält. Es reagiert schnell auf Änderungen im US-Zinsausblick und bei politischen Risiken – und übertrifft dabei zeitweise sogar die Reaktion von Gold.
Der industrielle Aspekt von Silber neigt dazu, die Volatilität zu verstärken. Die Schwankungen werden schärfer, wenn Anleger zwischen den Themen „Abschwächung“ und „anhaltende Inflation“ wechseln oder wenn der Dollar und die Anleiherenditen stark schwanken.
Präsident Donald Trump kündigte am Samstag eine Erhöhung der temporären Zölle auf nahezu alle US-Importe an, von 10 % auf 15 %. Das ist die Obergrenze, die durch Section 122, ein anderes Gesetz, festgelegt ist, das außerdem vorschreibt, dass Gesetzgeber zustimmen müssen, wenn die Zölle länger als 150 Tage bestehen bleiben. (Reuters)
Die Renditen von US-Staatsanleihen stiegen am Freitag nach dem 6:3-Urteil des Obersten Gerichtshofs zu den Zöllen leicht an. Die 10-jährige Rendite lag bei 4,083 %, während die zweijährige bei 3,48 % lag. Der Dollar-Index fiel um 0,14 % auf 97,75, war aber dennoch auf dem Weg zu seiner stärksten Woche seit Oktober. (Reuters)
Die Kern-PCE-Inflation, ohne Lebensmittel und Energie, stieg im Dezember um 0,4 % – was die jährliche Kernrate laut Reuters auf 3,0 % anhob. Da die PCE-Daten für Januar am 13. März veröffentlicht werden, sagen Ökonomen, dass der festere Wert im Dezember die nächste Zinssenkung der Fed bis nach Juni verzögern könnte. (Reuters)
Am Freitag gab es einen weiteren Datenpunkt zum Wachstum. Der vorläufige US Composite PMI von S&P Global, der die Geschäftstätigkeit misst, fiel im Februar auf 52,3 – nach 53,0 im Januar. Chris Williamson von S&P Global bezeichnete den aktuellen Wert als im Einklang mit etwa 1,5 % BIP-Wachstum zu Jahresbeginn. (Reuters)
Fed-Gouverneur Christopher Waller ist der erste unter den Fed-Rednern in der nächsten Woche und wird am Montag, den 23. Februar, um 8:30 Uhr in Washington den Wirtschaftsausblick erörtern. Händler werden genau hinhören, ob die Verantwortlichen ihren Fokus verlagern – weisen sie auf Wachstumsrisiken hin oder bleiben sie beim Kampf gegen die Inflation? (Federal Reserve)
Die Märkte erhalten diesen Dienstag, den 24. Februar, um 10 Uhr ET die neuesten Zahlen zum US-Verbrauchervertrauen. Anleger beobachten die Veröffentlichung genau als Indikator für die Nachfrage der Haushalte; jede Abweichung von den Prognosen wirkt sich meist schnell auf Renditen und Dollar aus, und auch die Silberpreise reagieren oft entsprechend. (The Conference Board)
Es gibt einen Haken an der Rallye: Zu hohe Preise gefährden die Nachfrage. Nach dem Anstieg des Silberpreises im vergangenen Jahr arbeiten Solarmodulhersteller verstärkt daran, Silber durch Kupfer zu ersetzen. Laut Reuters macht die Photovoltaikindustrie etwa 17 % der Silbernachfrage aus. „Silber ist der größte Kostenfaktor bei der Herstellung von Solarmodulen“, sagte Derek Schnee, leitender Berater für gewerbliche Solaranlagen bei JK Renewables. (Reuters)
Händler blicken auf den US-Erzeugerpreisindex für Januar, der am Freitag, den 27. Februar um 8:30 Uhr ET veröffentlicht wird, als nächsten wichtigen Inflationsindikator. Der PPI verfolgt die Preisentwicklung auf Produzentenebene; ein starker Wert hat in der Vergangenheit oft Sorgen über höhere Zinsen ausgelöst und den Silberpreis direkt zu Handelsbeginn unter Druck gesetzt. (bls.gov)