Silver Price Week Ahead: Why Oil, PMIs and Fed Bets Could Drive the Next Move
23 März 2026
2 mins read

Silberpreis-Ausblick: Warum Öl, Einkaufsmanagerindizes und Fed-Erwartungen die nächste Bewegung antreiben könnten

London, 22. März 2026, 17:28 GMT

Spot-Silber startet schwach in die Woche, zuletzt am Freitag bei $69,39 pro Unze gesehen, da ein stärkerer Dollar und steigende US-Staatsanleiherenditen jede Nachfrage nach einem sicheren Hafen aufgrund der Unruhen im Nahen Osten übertrafen. Das bedeutet einen starken Rückgang von $81,00 am 13. März.

Deshalb ist das jetzt wichtig: Der gleiche große Schock, der Silber nach unten gezogen hat, ist nicht verschwunden. Am Wochenende berichtete Reuters, dass der Iran damit drohte, die Straße von Hormus zu schließen, falls die USA seine Energieinfrastruktur angreifen. Brent schloss am Freitag bei $112,19 pro Barrel; Analysten wiesen auf das Risiko eines weiteren Ölpreissprungs hin, wenn die Märkte am Montag öffnen. Tony Sycamore von IG fand deutliche Worte und nannte die Situation eine „tickende Zeitbombe erhöhter Unsicherheit“. Reuters

Silber steht hier vor einer doppelten Herausforderung. Es ist nicht nur ein Edelmetall wie Gold – es ist auch in der Industrie gefragt, etwa in Elektronik, Elektrofahrzeugen und Solarpanels. Das macht die Flash-PMI-Umfragen nächste Woche – frühe Einschätzungen zur Industrie- und Dienstleistungsaktivität – für Silber viel wichtiger als für Anlagen, die nur als sicherer Hafen gelten. Reuters weist darauf hin, dass die Märzzahlen, die am Dienstag veröffentlicht werden, den ersten Test liefern, ob der Energieschock die Geschäftstätigkeit belastet. Laut dem Kalender von S&P Global werden die Daten zwischen dem 23. und 24. März in Asien, Europa und den USA veröffentlicht.

Zinsen bleiben weiterhin der Hauptgegenwind. Die US-Notenbank hat die Zinsen letzte Woche unverändert gelassen und signalisiert, dass sie mit einer härteren Inflation rechnet; laut Reuters haben Händler in einer schnellen Wende von etwa einem halben Prozentpunkt erwarteter Zinssenkungen der Fed vor wenigen Wochen nun auf eine mögliche Zinserhöhung in diesem Jahr umgeschwenkt. Diese Veränderung ist entscheidend für Silber, das keine Rendite bietet – höhere Anleiherenditen machen das Halten von Barren teurer.

Anleihen und Währungen beendeten die Woche mit einer klaren Richtung. Laut Reuters stieg die Rendite der 10-jährigen US-Anleihe am Freitag auf 4,384 %; die zweijährige erreichte 3,894 %. Der Dollar-Index bewegte sich um 99,58. Juan Perez, Handelsdirektor bei Monex USA, bemerkte, dass die Zentralbanken beim Thema Inflation einen härteren Ton anschlugen als vom Markt erwartet und „kein Interesse an Zinssenkungen“ zeigten. Reuters

Ähnliche Bewegungen zeigten sich im gesamten Edelmetallsektor. Gold beendete den Freitag bei $4.563,64, während Platin auf $1.953,18 fiel und Palladium auf $1.423,59 nachgab. Händler sehen den Konflikt vor allem als Öl- und Inflationsgeschichte, nicht als klassischen sicheren Hafen. „Besonders wackelig“ beschrieb der unabhängige Metallhändler Tai Wong die Metalle nach einer Woche, die von Zinssorgen erschüttert wurde. Reuters

Dennoch zerfällt das Argument für eine Erholung schnell, wenn sich die Wachstumsaussichten für Silber eintrüben. Schwächere Einkaufsmanagerindizes plus ein weiterer Ölpreissprung? Das ist ein Doppelschlag: sinkende industrielle Nachfrage, hartnäckigere Zinsen. Bereits im Februar berichtete Reuters, dass Solarmodulhersteller ihren Kupfereinsatz erhöhten, um Kosten zu senken – Photovoltaik macht 17 % der Silbernachfrage aus, aber die Umstellung läuft.

Dennoch gibt es ein Gegengewicht: Bereits im Februar prognostizierte das Silver Institute für 2026 das sechste Jahr in Folge mit einem strukturellen Defizit – das heißt, die Nachfrage wird erneut das Angebot übersteigen. Die Gruppe verwies auf private Investitionen als Puffer gegen eine schwächere industrielle Nachfrage. In dieser Woche richten Händler ihren Blick auf die Ölpreiseröffnung am Montag, die PMI-Veröffentlichungen am Dienstag, die Inflationszahlen aus Japan und auf mögliche neue Veränderungen bei den Zinserwartungen. Tai Wong erwartet, dass sich der Silberpreis bald beruhigen wird, wies jedoch auf das Potenzial für „eine holprige Fahrt“ hin. Reuters

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